Archiv für Februar, 2009

Wir feiern schon wieder Geburtstag!

Ihr fragt euch sicherlich, wer jetzt wieder Geburtstag hat, nachdem hier schon die ein oder andere Person beziehungsweise Firma / Gegenstand von mir geehrt wurde, bekommt nun eine Sendung die Glückwünsche und den „Blumenstrauß der Woche“ überreicht. Denn heute vor genau 25 Jahren hielt das Musikantenstadl Einzug in die deutsche Fernseh-Kultur. Den einen wird’s sicherlich freuen, dass es diese Sendung gab, dem anderen fielen deswegen aber wahrscheinlich die Ohren ab!

Am 18. Februar 1984 wurde das Stadl erstmalig in Deutschland in der ARD ausgestrahlt. Gegründet wurde es zwar schon am 5. März 1981 und lief auf ORF (Österreich), bis nach Deutschland brauchte es dann aber doch noch 3 Jahre. Schall ist halt doch langsamer als Licht 😀

Oben schrieb ich, dass es diese Sendung gab, denn o welch Freude: sie wurde am 31. Dezember 2005 abgesetzt!

Wer jetzt glaubt, dass es dies mit dem Volksmusikschrott war, braucht bloß mal in die ARD zu zappen. Denn solch geistreiche Sendungen wie „Das Frühlingsfest der Volksmusik“, „Das Sommerfest der Volksmusik“, „Das Winterfest der Volksmusik“ und viele weitere Formate wurden als Ableger der Ur-Volksmusiksendung in das Programm der öffentlich Rechtlichen gestreut und machen seitdem deutschlandweit am Samstagabend die Rentner zu lebenden Zombies!

Moderiert werden diese bombastischen Feste der Musik meist von Herrn Florian – Deutschlands Vorzeigeschwiegersohn und Milchbubi – Silbereisen.

Ich sage Danke an die Person, die sich das TV-Konzept der Volksmusik-Sendungen ausgedacht hat, und herzlichen Glückwunsch an das Musikandenstadl, auch wenn dieses nicht mehr existiert!

Ebenfalls interessant im Zusammenhang mit diesem Thema: Nur einen Tag nach der ersten Ausstrahlung des Musikandenstadls wurde die Lautlos-Taste (Mute-Taste) für den Fernseher  erfunden.

In diesem Sinne,

bis Samstag, 20:15 Uhr in der ARD.

Erstellt am Mittwoch 18. Februar 2009
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Heute wird gefeiert: Charles Darwin

Charles Darwin wird 200 Jahre alt! Oder zumindest würde er 200 werden, wenn er noch unter den lebenden verweilen würde 😀

Wer war dieser Darwin?
Charles Robert Darwin wurde am 12.02.1809 in Shrewsbury, England geboren. Sein ganzes Leben lang war er als Naturforscher unterwegs, und stellte die eine oder andere Evolutionstheorie auf. Laut seiner Theorie stammen die heutigen Lebensformen / Arten von einem oder von wenigen gemeinsamen Vorfahren ab. Quasi Mensch = Affe usw…

Doch viel mehr ist der Herr Darwin für etwas anderes bekannt: unnormale, durch extrem dümmliches Auftreten hervorgerufene Todesfälle! Seit Jahren wird schon der unoffizielle Darwin-Award jenen Verliehen, die sich entweder auf besonders schlaue Art und Weise unfruchtbar gemacht haben, oder aus dem Leben geschieden sind. Der Grundgedanke des Darwin Awards ist laut Wikipedia: „Dahinter steht der Gedanke, dass ein lebensuntüchtiges Individuum seiner Spezies einen Gefallen tut, wenn es die Verbreitung des eigenen Erbguts verhindert.“

Unter anderem werden die „Gewinner“ des Darwin Awards im Internet zur Schau gestellt, wie solls auch anders sein 😉

Besonders lustig finde ich auch die Kriterien des Preises:
• Der Nominierte muss aus dem Genpool ausscheiden, egal ob durch Unfruchtbarkeit oder Tod
• Das Ausscheiden muss durch eine besonders dumme Situation entstanden sein
• Der Nominierte muss sich selbst „außer Gefecht gesetzt“ haben
• Der Nominierte muss zurechnungsfähig, aber nicht unbedingt nüchtern sein.
• Beim Nominierten darf es sich nicht um ein Kleinkind handeln
• Die besonders dumme Situation, die zur Unfruchtbarkeit oder zum Tod des Teilnehmers führte, muss nachweislich stattgefunden haben

Man sieht also, es kann nicht jeder Preisträger werden!

Charles Robert Darwin führte aber nicht selber seinen Award ein, dies taten einige Biologiestudenten der Stanford University in Kalifornien. Diese Studenten sammelten Anfangs skurrile Fälle und Anekdoten und veröffentlichten diese auf einer Website. Nachdem die Seite populär und ziemlich erfolgreich wurde, bildete sich eine richtige Fangemeinde um die Fälle, ein Kremium wurde geschaffen! Heute diskutieren viele Interessierte die verschiedensten Fälle und entscheiden, wer Anwärter für den Darwin-Award werden könnte.

Abschließend kann ich euch nur raten, nicht auf die gleiche Liste zu kommen. Lieber einen Preis weniger, und dafür in Würde sterben!

Erstellt am Donnerstag 12. Februar 2009
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Single-Scrabbler

Das beliebte Gesellschaftsspiel, bei dem man seine grauen Zellen immer wieder zu Höchstleistungen anregen kann, kennen sicher viele. Aus einem Säckchen voller kleiner Steine mit allen Buchstaben unseres Alphabetes zieht man 7 Steine und versucht daraus ein sinnvolles Wort aus so vielen Steinen wie möglich zu bilden. Je nach Häufigkeit der im Wortschatz vorkommenden Buchstaben haben sie unterschiedliche Werte: ein E oder ein N zählen 1 Punkt, dafür ein Q oder ein Y, die viel schwerer zu verbauen sind, zählen 10 Punkte. Dazu kommen noch die Spielfelder, die den Buchstabenwert oder den gesamten Wortwert verdoppeln oder verdreifachen.

Beim Spiel mit mehreren Spielern versucht natürlich jeder gleich so viele Steine wie möglich loszuwerden, um so viele Punkte wie möglich zu erhalten. Dabei achtet jeder auch gleichzeitig darauf, dem nächsten Spieler das Anlegen seiner Steine zu erschweren und die Möglichkeit auf einen doppelten oder dreifachen Buchstaben- oder Wortwert zu verringern. Das führt dann häufig dazu, dass jeder am Ende noch einige Steine übrig hat, die man leider nicht mehr verwerten kann. Häufig kommt es auch noch zum Streit, welche Wortschöpfungen noch als sinnvoll gelten und ob z. B. Eigennamen oder Fremdwörter oder unübliche Genitiv-Endungen erlaubt sind. Eigentlich ziemlich schade, weil dadurch die Kreativität nur gebremst wird.

Die interessantere Variante Scrabble zu spielen ist mit bzw. gegen sich selber. Bei jedem Spiel kann man versuchen, jedes Mal seine eigenen Score zu übertreffen. Das setzt eine ganz andere Spielstrategie voraus. Am effektivsten ist es hier, nicht so lange Wörter wie möglich zu legen, sondern sie so kurz wie möglich zu halten, um sie dann beim nächsten Zug weiter auszubauen. Dadurch wird jeder Buchstabe immer wieder gerechnet und man kann den Wert eines Wortes um ein Vielfaches erhöhen. Hier ein Beispiel:

Aus den Buchstaben S, O, N, N, E, L, G bildet man das Wort GEL (5 Punkte) mit den übrigen Buchstaben S, O, N, N und 3 neuen z. B. E, S und T verlängert man auf SEGEL (bringt 7 Punkte). Es bleiben übrig S, T, O, N, N und mit etwas Glück zieht man ein N und ein E. Daraus kann man dann ein SONNENSEGEL (14 Punkte) bauen. Mit dem T und 6 neuen Buchstaben kann man dann z. B. SONNENSEGELTUCH oder SONNENSEGELTAG oder SONNENSEGELPARTY oder SONNENSEGELTYP je nach gezogenen Buchstaben legen. Stößt man dabei auf ein Feld, was den Buchstaben- oder sogar den Wortwert verdoppelt oder gar verdreifacht, kann man versuchen dies doppelt zu nutzen. Ein Beispiel: SONNENSEGELTUCH könnte mit der Genitiv-Endung –S einen dreifachen Wortwert erzielen. Das S legt man dann aber nicht nur einfach hinten an, sondern bildet damit ein neues Wort in der Senkrechten, z. B. JALOUSIE oder MARKISE, weil dann beide Wörter dreifach gezählt werden. Hierfür kann man dann vor allem schwierige Buchstaben wie J, X, Q oder auch F und CK versuchen zu verwenden. Auch diese kann man dann unendlich weiter verlängern, ohne sich über die Gültigkeit und den Sinn der Wörter streiten zu müssen.

Wenn bei einem Spiel mit mehreren Spielern das Q besondere Schwierigkeiten bereitet, weil kein U gefunden wird oder alle Us schon verbaut sind, kann man sich beim Alleinspielen schon immer mal ein U aufheben und ein E oder R noch dazu, bis sich vielleicht die Möglichkeit bietet den hohen Buchstabenwert noch zu verdoppeln.

Natürlich macht es auch keinen Spaß, wenn man schummelt oder völlig sinnlose Wörter legt. Ein bisschen knifflig soll es schon bleiben. Man könnte sich aber auch zusätzlich belohnen, wenn es gelingt, alle Buchstaben auf einmal loszuwerden. Hier sind 50 Extrapunkte üblich, aber meistens kommt man auf einen höheren Score, wenn man diese Buchstaben einzeln dazu verwendet, bereits bestehende Wörter zu verlängern. Da muss man eben kalkulieren. In den meisten Fällen schafft man so leicht über 600 Punkte, aber mit etwas Glück kann man auch 1000 Punkte erreichen. Versucht es mal, und wenn dabei neue Wortschöpfungen herauskommen, kann man diese sammeln für einen Duden für „Singlescrabbler“.

Erstellt am Dienstag 3. Februar 2009
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